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EDITH WAHLANDT GALERIE Kontakt: Edith Wahlandt-Mettler ewm@edith-wahlandt-galerie.de |
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MALEREI - VIER POSITIONEN http://www.edith-wahlandt-galerie.de |
| Erschienen am: 14.07.2011 |
| Steffi Schöne – Mise en Scène |
| 17. September bis 29. Oktober 2011 Eröffnung, Samstag, 17. September, 11.00 – 20.00 Uhr Um 12.00 Uhr spricht Heiderose Langer, Stuttgart |
| Unter dem Ausstellungstitel Mise en Scène zeigt die edith wahlandt galerie vom 17. September bis 29. Oktober 2011 Fotoarbeiten von Steffi Schöne (geb. 1979 in Leipzig). Es handelt sich um ihre erste Einzelausstellung in der edith wahlandt galerie. Steffi Schöne studierte 2003-2005 Kunstgeschichte in Köln und Düsseldorf und in Wien 2006-2010 Bildhauerei und Multimedia bei Erwin Wurm an der Universität für Angewandte Kunst. Sie wurde mit internationalen Förderstipendien ausgezeichnet, lebt und arbeitet in Wien. Die Ausstellung umfasst Arbeiten aus den Jahren 2008-2011. Steffi Schöne setzt die Fotografie als Bildgenerator ein, der in der Nähe des Mediums Malerei agiert und sich bildnerischer Mittel und Gestaltungselemente wie Rhythmus und Komposition bedient. Alltägliche Gegenstände, Strukturen und Gesten dienen ihr dabei als Motive und Arbeitsmaterial. So werden z. B. zufällig aufgespürte Konferenzstühle zu Fotomodellen. Die Motive der ineinander gestapelten Sitzflächen samt ihrer verkanteten Metallgestelle und schwarzen, drehbaren Tischflächen bearbeitet die Künstlerin digital weiter. Dadurch verwandeln sich die Objekte auf den großformatigen C-Prints in abstrakte Bildelemente, die optisch zwischen malerischen Flächenarrangements und skulpturalen Aufbauten changieren. Es entstehen stille Kippmomente zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Fotografie setzt Steffi Schöne zunächst zur Abbildung vorgefundener, zum Teil auch gestalteter Szenerien ein. Diese dienen ihr als Motiv bzw. Motivation für Veränderungsprozesse, welche die Dinge aus dem Gebräuchlichen in die Sphäre möglicher ästhetischer Wahrnehmung heben. Die Künstlerin stellt in diesem Zusammenhang fest: Für mich ist die Fotografie ein Versuchsfeld, um neue Räume aufzumachen, die sich in der täglichen Wahrnehmung so nicht fassen lassen. Indem sie die Wandelbarkeit der Alltagsdinge auslotet und auch ausreizt, generiert sie Bildräume, in denen die entstandenen Flächenformen wie Akteure auf einer Bühne räumlich angeordnet und in Szene gesetzt erscheinen. Bewegung und Zeit spielen eine Rolle, während die ursprüngliche Materialität und Semantik der realen Bildvorlagen in den Hintergrund rücken. In ihren Fotoarbeiten vermögen Flächen, Formen und Raum in der Erinnerung und Vorstellung des Betrachters neue Bedeutungen hervorzurufen. Dass ihre fotografischen Bildszenerien dabei durch Manipulationen entstehen, regt zu Reflexionen über die Aufgabe und Funktion von Fotografie als Bildgenerator an. Bildbeschreibungen o.T. (Nr. 3), 2008, Fotografie, Laserchrom, Diasec, Dibond, 155 x 116 cm, 4.500 € Schwarze Bürostühle stellen in der 2008 entstandenen Fotoserie von Steffi Schöne das Bildmotiv bzw. die Motivation zum künstlerischen Handeln dar. Die Künstlerin entfernt sich vom traditionellen Verständnis der Fotografie als abbildendes Dokument realer, vorgefundener Dinge. Mittels digitaler Bildbearbeitung führt sie das abgebildete Motiv in die Gegenstandslosigkeit. Das Verfahren einer annähernd abstrakten Bildgestaltung lässt nicht nur an Gestaltungsprinzipien in der Malerei denken, sondern kann auch gelegentlich einer Skulptur gleichen. Steffi Schöne geht es um das Potential der Abstraktion, das in der Formgebung alltäglicher Dinge und Situationen liegt. Sie lotet deren Wandelbarkeit aus und generiert abstrakte Raumerfahrungen. o.T. (Nr. 4), 2008, Fotografie, Laserchrom, Diasec, Dibond, 155 x 116 cm, 4.500 € Über ihren Arbeitsprozess schreibt Steffi Schöne: Es ist mir egal, ob ich etwas spontan ablichten kann oder kompliziert inszenieren muss. Es sind Entscheidungen, die dem Ziel dienen, etwas anderes aus den Motiven herauszuholen, als was sie in der Unmittelbarkeit bedeuten. Ein Stuhl ist kein Stuhl mehr. So werden die gestapelten, zufällig entdeckten Bürostühle zu ovalen Formen, welche die Bildfläche rhythmisieren. Das Gewirr der Metallgestelle verleiht der geometrisch-abstrakten Anordnung etwas rätselhaft Befremdendes. Zudem setzt die Künstlerin den von ihr gelenkten Prozess der Selektion und Abstraktion ihrer Bildvorlagen dazu ein, um Fragen nach dem Wahrheitsgehalt einer Fotografie zu stellen. o.T. (Nr. 5), 2008, Fotografie, Laserchrom, Diasec, Dibond, 155 x 116 cm, 4.500 € Eine wie schwebend erscheinende Raumkonstruktion aus schwarzen und hellen Flächen zoomt den Blick des Betrachters heran. Auf dieser inszenierten Raumbühne bauen sich Spannungen zwischen der alltäglichen banalen Materialität der Stühle, so weit sie noch zu ahnen ist, und ihrer neuen Erscheinungsform im ästhetischen Kontext auf. So als wollten sie Grenzen sprengen, drängen die ovalen Flächenformen nach außen und nach oben. Steffi Schöne experimentiert an den Rändern des Mediums Fotografie, dort, wo das Abbildhafte in das Gegenstandslose übergeht und Freiraum schafft für eigene Raumvorstellungen und subjektive Wahrnehmungen. Biographie Steffi Schöne 1979 geboren in Leipzig 1998–2001 Ausbildung zur Mediengestalterin für Digital & Printmedien in Halle (Saale) & Leipzig WS 2003–2005 Studium der Kunstgeschichte, Universität Köln & Düsseldorf 2006 – 2010 Kunststudium, Klasse Bildhauerei und Multimedia (Prof. Erwin Wurm), Universität für Angewandte Kunst Wien, (Abschluss Jan/2010) 2010/11 Univ.-Assistentin bei Prof. Eva Grubinger, Klasse Bildhauerei und transmedialer Raum, Kunstuniversität Linz lebt und arbeitet in Wien Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl) 2008 Real Presence 8, Museum of Contemporary Art, Rivoli (I), Real Presence 8, House of Legacy & MKM, Belgrad (SE), Appropriation, Kunstraum Praterstraße 15, Wien, Beletage, Vorgartenstraße 217, Wien 2009 Taktik, Überlegenheit, Eskalation | Eikon-Schaufenster, Wien, TABOO (Photomeetings), Galerie Claire Fontaine, Luxembourg 2010 Fotoarbeiten (Real Presence 10), Einzelpräsentation in der Happy Gallery im SKC, Belgrad, Der alte Mann und das Meer, Erwin Wurm und Klasse, NOEDOK, Sankt Pölten, Die große Reserve, Abschlussarbeit, Klasse Bildhauerei und Multimedia, (Prof. Erwin Wurm), Universität für Angewandte Kunst, Wien, Shifting West, Capilano University Studio Arts Gallery, Vancouver, B.C. Canada Förderungen 2006 3-monatiges Auslandsstipendium NYC (USA) der Carl-Duisburg-Gesellschaft 2009 Publikation im EIKON #66, Internationales Magazin für Photographie und Medienkunst, Förderungsankauf des BMUKK 2010 Förderung des Österreichischen Kulturforums Belgrad, Ausstellungsförderung für Shifting West des BMUKK Wien >>> Hinweis: ART ALARM, 12. Stuttgarter Galerienrundgang Samstag,17. September, 11.00 bis 20.00 Uhr Sonntag 18. September 11.00 bis 18.00 Uhr Bilder und Texte unter: http://www.pressefenster.info/galerie_wahlandt |
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| Andreas Brandt (geb. 1935) o.T., 1979 Öl auf Leinwand, 115 x 190 cm 28.000 Euro |
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| Günter Fruhtrunk (1923-1982) VERT EXENTRIQUE, 1968 Acryl auf Leinwand, 190 x 180 cm 100.000 Euro |
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| Rupprecht Geiger (1908-2009) E 187, WV 115, 1952 Eitempera auf Holz, 83 x 100 cm 80.000 Euro |
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| Kuno Gonschior (1935-2010) Rote Punkte, 1970 Acryl und Leuchtfarbe auf Leinwand 185 x 185 cm, 85.000 Euro |
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