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EDITH WAHLANDT GALERIE Kontakt: Edith Wahlandt-Mettler ewm@edith-wahlandt-galerie.de |
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MALEREI - VIER POSITIONEN http://www.edith-wahlandt-galerie.de |
| Erschienen am: 22.04.2010 |
| KLAUS HEIDER – UNIVERSALES KOSMISCHES LICHTBILDARCHIV – |
| FOTOGRAFISCHE ARBEITEN 29. Mai bis 24. Juli 2010 Ausstellungseröffnung: Samstag, 29. Mai, von 11.00 bis 14.00 Uhr Um 12.00 Uhr spricht Heiderose Langer |
| Vom 29. Mai bis 24. Juli 2010 zeigt die edith wahlandt galerie eine repräsentative Auswahl an Fotoarbeiten aus dem "Universalen kosmischen Lichtbildarchiv" von Klaus Heider (Jahrgang 1936). Es handelt sich um einen Werkkomplex, an dem er seit 2007 arbeitet und der bisher noch nicht ausgestellt war. Nach viel beachteten Einzelausstellungen in den vergangenen Jahren, zuletzt die umfassende, von einem Katalog dokumentierte Werkschau im Jahr 2006, liegt nun der Schwerpunkt der Galeriepräsentation auf ca. 36 Fotoarbeiten aus verschiedenen Werkgruppen seines Lichtbildarchivs. Konsequent führt Heider seine Themen Licht, Raum und Zeit auch in den neuen Arbeiten weiter. Seine "Lichtbilder", die er mit Materialien wie Salzkristalle, Asche und Staub sowie diversen Lichtquellen als Schatten- und Körperprojektionen auf unbelichtetem Fotopapier ausschließlich in der Dunkelkammer herstellt, sind Unikate. Angeregt wurde er zu seinem kosmischen Bilderarchiv, das er als "work in progress" versteht, durch das Buch "Zwischen den Sternen – Lichtbildarchive" des Bildwissenschaftlers Karl Clausberg (geb. 1938) und die, in diesem Buch erörterten Gedanken des Juristen und Astronom Felix Eberty (1812-1884) über Raum, Zeit und Ewigkeit. Eberty geht in seiner bahnbrechenden Schrift von der Hypothese aus, dass sich im Universum ein gigantisches, durch Lichtwellen gespeichertes Licht-Bild-Archiv befindet, in dem sich alles Vergangene sichtbar, gleichzeitig und nebeneinander abbildet. Der Universalist, künstlerische Kosmonaut und Bildschöpfer Klaus Heider hat es sich zur Aufgabe gemacht, "die auf den Flügeln der Lichtstrahlen in den Weltenraum getragenen irdischen Begebenheiten abzuspiegeln" (Eberty) und in seinem umfangreichen Archiv zu speichern. So breitet sich in der Ausstellung ein hell-dunkler Bilderzyklus aus, der Licht und Schatten inszeniert und kosmische Räume entwirft. Wichtig ist bei diesen neuen Arbeiten die enge Verbindung von Bild und Text, wobei zumeist die fertige Fotoarbeit den Raum für bildliche und begriffliche Assoziationen liefert, so zum Beispiel Saturnschatten auf Terra, Omegavision und Gefrorenes Kontinuum. Sich auf das Werk Heiders einzulassen bedeutet, zwischen bekannten und unbekannten Räumen zu navigieren und dabei Orte des Staunens, Nachdenkens und Erkennens zu entdecken. Heider ist ein aufmerksamer Spurensucher in der Welt der Gegebenheiten und ein ideenreicher Spurenleger in der Welt der Möglichkeiten und Visionen. So sind seine Lichtbilder Projektionsflächen für imaginäre Bilder von grenzenloser Ausdehnung, kosmischer Dichte und träumerischer Unendlichkeit – immer im Bestreben außerhalb der irdischen Grenzen einen Beobachtungsposten zu besetzen. Zufall und Kalkül sind gleichwertige Gestaltungsprinzipien bei der grenzenauflösenden Produktion seines kosmischen Bilderstromes. Bildbeschreibungen: Unendliche Wiederholung, 2009, Fotografie, Laserchrom, Diasec, 93 x 130 cm, 7.500 € Copyright: VG Bild-Kunst, Bonn 2010, Foto: Klaus Heider Klaus Heider begreift seine künstlerische Arbeit als (pseudo-) wissenschaftliche Forschung, als Methode des Experimentierens und Erfindens. Im kosmischen Lichbildarchiv versammelt er seine fotografischen Versuche, der irdischen Vergänglichkeit und dem Chaos eine sich ständige erneuernde Ordnung entgegenzustellen. Chaos ist der Gegenbegriff zu "kósmo", dem griechischen Begriff für Ordnung im Universum. In der "Unendlichen Wiederholung" bezieht sich Heider auf die Zyklen der Zeit. Rotierende Lichtspuren symbolisieren Energie und Leben. Sie stehen für die Strahlkraft des Geistes. Dunkle Energie, 2009, Fotografie, Laserchrom, Diasec, 150 x 210 cm, 15.000 € Copyright: VG Bild-Kunst, Bonn 2010, Foto: Klaus Heider Eine Schattenprojektion auf unbelichtetem Fotopapier, später am Computer bearbeitet, scheint den Blick in das Universum zu öffnen das, so vermuten Wissenschaftler, zum größten Teil aus einer geheimnisvollen Vermischung von dunkler Energie und dunkler Materie besteht. Es ist diese unbestimmbare dunkle Energieform von der Heider versucht, sich ein Bild zu machen und als große Entdeckung auf Fotopapier bannt: ein sich in Bewegung befindender Gedankenraum, oval und an den Rändern heller werdend, expansiv und rätselhaft undurchdringlich. Angriff und Ataraxie, 2009, Fotografie, Laserchrom, Diasec, 93 x 130 cm, 7.500 € Copyright: VG Bild-Kunst, Bonn 2010, Foto: Klaus Heider Vor einem dunklen Hintergrund schwebt eine lichtdurchtränkte Möbiusschleife. Mathematisch gesehen wird sie als eine "nicht-orientierbare Mannigfaltigkeit" definiert. Dieses gängige Symbol für Unendlichkeit wird von schwarzen Punkten angegriffen, die jedoch gegen die Lichterscheinung des gedrehten Bandes nichts ausrichten können. Aktion und Bewegung trifft hier auf Ataraxie, auf einen seelischen Zustand der Unerschütterlichkeit und emotionalen Gelassenheit allen Außeneinwirkungen gegenüber. Die Transformation von Raum mittels Fotografie thematisiert er auch in dieser Fotoarbeit. Biographische Daten Klaus Heider: 1936 geboren in Göppingen 1957-60 Studium der Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenen Künste Stuttgart 1960-63 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Berlin 1977 Villa Romana Florenz 1978 Cité des arts Paris 1982/83 Rompreis Villa Massimo Rom 1983-2001 Professor an der Fachhochschule für Gestaltung Pforzheim 2010 Erich-Heckel-Preis lebt in Bad Boll Einzelausstellungen (Auswahl) 1968 Kunstverein Ulm 1970 Württembergischer Kunstverein Suttgart 1971 Böttcherstraße Bremen 1973 Europa Gallery Melbourne 1974 Overbeckgesellschaft Lübeck 1975 Kunsthalle Tübingen 1977 Kunsthalle Baden-Baden 1980 Studio f Ulm 1986 Galerie der Stadt Esslingen Villa Merkel 1990 Ulmer Museum 1991 Ernst Museum Budapest 1994 Kunsthalle Göppingen 1995 Städtische Galerie am Fischmarkt Erfurt 2003 edith wahlandt galerie, Stuttgart 2005 Kulturverein Zehntscheuer, Rottenburg 2006 edith wahlandt galerie, Stuttgart Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl) 1966 Kunstpreis der Jugend, Bochum,Mannheim,Enschede 1969 Junger Westen, Recklinghausen 1970 Malerei nach Fotografie, Städt. Galerie im Lenbachhaus München 1971 Aktiva 71, Haus der Kunst München German Art Today, Neue Galerie Aachen 1976 Einblicke-Ausblicke, Ruhrfestspiele Recklinghausen 1977 I materiali del Linguaggio, artisti tedeschi a Firenze, Palazzo Strozzi Florenz 1982 Handzeichnungen der Gegenwart, Staatsgalerie Stuttgart 1983 Fotografie + Video, Staatsgalerie Stuttgart 1985 German Art 1945-1985, Fine Arts Museum Taipei 1989 5 German Artists, Neville-Sargent Gallery Chicago, Mincher Willcox Gallery San Francisco 1996 Kunst der Gegenwart, ZKM Karlsruhe 1997 Magie der Zahl, Staatsgalerie Stuttgart 2003 Fotokunst 1852-2002, Staatsgalerie Stuttgart 2005 Lichtkunst aus Kunstlicht, ZKM Karlsruhe 2006 Das Schicksal des Paradieses liegt in seiner Geometrie KISS, Kunst im Schloss Untergröningen 2010 Fremde Heimat, Kunsthalle Mannheim In den letzten Jahren entstanden neben Malerei, Photographie und Lichtobjekten vorwiegend Künstlerbücher, eine Verbindung von Texten und Bildern; 2001 entstanden die Filme THEORIE und KÜNSTLER-LEBEN. 2003 erschien KUNST ÜBER KUNST UND KUNST und 2006 DURCH DIE ZEIT in der Edition edith wahlandt galerie, Stuttgart. Bilder und Texte unter: http://stage.biz2media.com/vpo/office/268 |
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| Andreas Brandt (geb. 1935) o.T., 1979 Öl auf Leinwand, 115 x 190 cm 28.000 Euro |
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| Günter Fruhtrunk (1923-1982) VERT EXENTRIQUE, 1968 Acryl auf Leinwand, 190 x 180 cm 100.000 Euro |
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| Rupprecht Geiger (1908-2009) E 187, WV 115, 1952 Eitempera auf Holz, 83 x 100 cm 80.000 Euro |
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| Kuno Gonschior (1935-2010) Rote Punkte, 1970 Acryl und Leuchtfarbe auf Leinwand 185 x 185 cm, 85.000 Euro |
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