Stuttgart, den 22.02.2012
Willkommen im Pressefenster von edith wahlandt galerie

 
 EDITH WAHLANDT GALERIE


   Kontakt: Edith Wahlandt-Mettler
   ewm@edith-wahlandt-galerie.de
  MALEREI - VIER POSITIONEN 
  

http://www.edith-wahlandt-galerie.de  
 
Erschienen am: 10.12.2009
 
Dreiklang - Raimund Girke, Gotthard Graubner, Günther Uecker
 
23. Januar bis 30. April 2010

Ausstellungseröffnung: Samstag, 23. Januar, von 11.00-14.00 Uhr
Um 12.00 Uhr spricht Peter Iden, Frankfurt/M
 
Unter dem Titel "Dreiklang" präsentiert die edith wahlandt galerie eine Hommage an Raimund Girke, Gotthard Graubner und Günther Uecker, die im Jahr 2010 ihren 80. Geburtstag feiern bzw. feiern würden ( Raimund Girke verstarb schon 2002). Drei renommierte Künstler treffen in dieser Ausstellung aufeinander, die wegweisende künstlerische Positionen seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einnehmen und auch aus internationaler Sicht zu den wichtigsten Vertretern der Gegenwartkunst zählen. Es sind Weggefährten, mit denen Edith Wahlandt seit Beginn der 80er Jahre verbunden ist.

Girke, Graubner und Uecker zu Ehren ist in der Werkschau eine exemplarische Auswahl an Bildern, Objekten und Arbeiten auf Papier zu sehen, welche einen Bogen von den 60er Jahren bis hin zu aktuellen Werken spannt. Im Miteinander der unterschiedlichen künstlerischen Ansätze führt die Ausstellung den Geist einer Generation vor Augen, die für Aufbruch und Authentizität steht. Und sie inszeniert zugleich einen "Dreiklang" als harmonischen Akkord von Farbe, Raum und Aktion.

Raimund Girke, einer der bekanntesten Vertreter der analytischen Malerei, ist mit einem Bild aus dem Jahr 1967, in dem alles Zufällige und Unregelmäßige durch Klarheit und Ordnung ersetzt wird, vertreten. Dem stehen ein repräsentatives Spätwerk aus den 90er Jahren sowie Bleistiftzeichnungen aus seiner letzten Werkgruppe "Suite: Vegetativ" von 2001, gegenüber.

"Farbe ist mir selbst Thema genug …", konstatiert Gotthard Graubner. Sein Beitrag zu einer Erweiterung der Malerei in räumlich-diaphane Dimensionen setzt Ende der 50er Jahre mit monochromen Bildern, den sog. "Farbräumen", ein. Seit Anfang der 70er Jahre entstehen seine "Farbraumkörper". Aus dieser Werkgruppe werden drei Arbeiten vom Beginn der 90er Jahre sowie Arbeiten auf Papier (Aquarelle und Gouachen) aus den 70er Jahren bis 2004 gezeigt.

Günther Uecker vervollständigt den "Dreiklang" durch die für sein Werk charakteristische Körperaktion. "Regen", so lautet der Arbeitstitel seiner großer Wandarbeit, die er eigens für diese Ausstellung konzipiert hat. Hinzu kommen Papierarbeiten, die im Zusammenhang mit seiner Wandarbeit stehen. Uecker versteht sich als Mahner, dessen Werke aus Materialien wie Asche, Holzpfählen und Leinenbinden Botschaften von einer Gefährdung des Menschen durch den Menschen verkörpern.
Die Ausstellung wird durch einen Katalog dokumentiert.

Hinweis: Teilnahme der edith wahlandt galerie an der ART COLOGNE, 44. INTERNATIONALER KUNSTMARKT – 21. – 25. April 2010.


Biographie Raimund Girke (1930 - 2002)

1930 geboren in Heinzendorf/Niederschlesien

1951-52 Studium an der Werkkunstschule Hannover

1952-56 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf

1958 erste Einzelausstellung in der Galerie Adam Seide, Hannover

1959 Preis der Stadt Wolfsburg für Malerei

1962 Kunstpreis der Jugend Stuttgart

1966-7l Dozent an der Werkkunstschule Hannover

1969 Kestner-Gesellschaft, Hannover und Overbeck-Gesellschaft, Lübeck

1971-96 Professur für Malerei an der Hochschule der Künste in Berlin

1974 Westfälischer Kunstverein, Münster, Städt.Kunstmuseum, Bonn

1977 documenta 6 Kassel

1980 Janus Gallery, Los Angeles

1986 Malerei 1956/1986 Neuer Berliner Kunstverein, Quadrat Bottrop, Josef- Albers-Museum, Frankfurter Kunstverein, Frankfurt

1987 Arbeiten auf Papier, Museum am Ostwall, Dortmund

1987 Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen/Rh., Städt. Museum Leverkusen, Schloss Morsbrioch

1994 Zeche Zollverein, Essen

1995 Lovis-Corinth-Preis, 2002 Niedersächsicher Kunstpreis,

2002 verstorben in Köln.

Auch 1995 wurde das Werk Girkes von zahlreichen grossen Museen, darunter dem Sprengel-Museum Hannover, dem Saarland-Museum, Saarbrücken, dem Kunsthaus Zug, 1996 dem Von der Heydt-Museum in Wuppertal, dem Albertinum Dresden und der Kunsthalle Nürnberg und 2000 von den Städtischen Kunstsammlungen in Chemnitz gewürdigt.

Ausführliche biografische Daten in: Raimund Girke Malerei von Dietmar Elger, Hannover 1995 und Raimund Girke zum Siebzigsten von Ingrid Mössinger und Beate Ritter, Chemnitz, 2000.


Biographie Gotthard Graubner (geboren 1930)

1930 am 13. Juni in Erlbach (Vogtland) geboren

1947/48 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Berlin (West)

1948/49 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Dresden

1949 Exmatrikulation von der Staatlichen Kunstakademie Dresden

1951 Wiederholter Versuch an der Staatlichen Kunstakademie Dresden

1952 Neuerliche Exmatrikulation

1954 Verlassen der DDR

1954/59 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf

seit 1962 Kissenbilder

1964/65 Kunsterzieher am Lessing-Gymnasium in Düsseldorf

1965 Berufung an die Hochschule für Bildende Künste Hamburg

1968 Teilnahme an der documenta4 Kassel

1968/71 Environments Nebelräume

seit 1970 Farbraumkörper

1970 Graubner vertritt die Bundesrepulik Deutschland auf der XI. Biennale in Sao Paulo, Studienreise durch Brasilien, Kolumbien, Peru und Mexico

1973 Mitglied der Akademie der Künste Berlin, Studienreise nach Indien, Nepal und Bhutan

seit 1976 auch Professur an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf

1977 Teilnahme an der documenta 6 Kassel

1982 vertritt die Bundesrepublik Deutschland auf der Fifth Triennale-India in Neu Delhi und auf der Biennale in Venedig

1984 Studienreise nach Japan und China

1988 für den Amtssitz des Bundespräsidenten in Berlin(Schloss Bellevue) entstehen zwei grosse Bilder

1992 Studienreise in den Jemen

1995 Emeritierung an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg

1996 Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste Dresden

1998 Emeritierung an der Kunstakademie Düsseldorf

1999 im Auftrag des Deutschen Bundestages entsteht eine grosse Arbeit für das Reichstagsgebäude in Berlin

Lebt und arbeitet auf der Museumsinsel Hombroich.

Ausführliche biografische Daten in: Gotthard Graubner Malerie, Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz, 2010



Biographie Günther Uecker (geboren 1930)

1930 geboren in Wendorf/Mecklenburg

1949-53 Studium an der Fachschule für angewandte Kunst in Wismar und an der Kunstakademie Berlin-Weißensee

1955-58 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf

1955-59 erste genagelte Bilder, Realisation von Lichtmedien, Erforschung von optischen Phänomenen

1960 erste Einzelausstellung in den Galerien Schmela,Düsseldorf und Azimuth, Mailand. Seitdem zahlreiche Einzel-und Gruppenausstellungen weltweit

1964 documenta3 Kassel

1961 Tritt der von Mack und Piene gegründeten Gruppe ZERO bei, die 1966 wieder auseinandergeht

1968 documenta4 Kassel

1970 35. Biennale in Venedig

1971 X. Bienal de Sao Paulo, Kritikerpreis

1975-95 Professor an der Kunstakademie Düsseldorf

1977 Wandrelief für die UNO in Genf, 1980 Bootskulptur für den Katholikentag in Berlin

1983 Verleihung des Kaiserrings der Stadt Goslar, Installation und Manifest: "Die Gefährdung des Menschen durch den Menschen"

1985 Bundesverdienstkreuz 1.Klasse

1986-88 Zyklus Aschebilder/Aschemenschen unter dem Eindruck der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl

1988 Große Retrospektive im Zentralen Künstlerhaus am Krimwall in Moskau mit 820 Werken

1992 Museum des 20. Jahrhunderts, Wien und Staatl.Museum Schwerin

1993 Hypo-Kunsthalle, München, Werkgruppe Der geschundene Mensch für mehrjährige Ausstellungstournee durch Europa, Asien und Südamerika

1994 Brief an Peking

1995 Aufenthalt/Ausstellung in Japan: Schwebend schweben

1999 Gestaltung des Andachtsraumes im Berliner Reichstagsgebäude

2000 Aufenthalt in Japan, Aufnahme in den Orden Pour le mérite für Wisseschaft und Künste

2005 Zwanzig Kapitel, Martin-Gropius-Bau, Berlin

Lebt und arbeitet in Düsseldorf und Berlin.

Ausführliche biografische Daten in: Günter Uecker Zwanzig Kapitel, Martin-Gropius-Bau, Berlin 2005.


  Pressemappe Dreiklang

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im Atelier, Günther Uecker schreibt
Foto: Nic Tenwiggenhorn
Raimund Girke im Atelier, Köln, 1997
Foto: Friedrich Rosenstiel
Copyright VG Bild-Kunst, Bonn 2010
Gotthard Graubner
Foto: Galerie
Atelier Gotthard Graubner
Foto: Galerie
Günther Uecker
Foto: Jakob Uecker
 
  Andreas Brandt (geb. 1935)
o.T., 1979
Öl auf Leinwand, 115 x 190 cm
28.000 Euro
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  Günter Fruhtrunk (1923-1982)
VERT EXENTRIQUE, 1968
Acryl auf Leinwand, 190 x 180 cm
100.000 Euro
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  Rupprecht Geiger (1908-2009)
E 187, WV 115, 1952
Eitempera auf Holz, 83 x 100 cm
80.000 Euro
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  Kuno Gonschior (1935-2010)
Rote Punkte, 1970
Acryl und Leuchtfarbe auf Leinwand
185 x 185 cm, 85.000 Euro
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