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EDITH WAHLANDT GALERIE Kontakt: Edith Wahlandt-Mettler ewm@edith-wahlandt-galerie.de |
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MALEREI - VIER POSITIONEN http://www.edith-wahlandt-galerie.de |
| Erschienen am: 14.09.2009 |
| Rückblick: Aktuelles von Christian Megert mit einem Rückblick auf ZERO |
| vom 19. September bis 19. Dezember 2009 Bei der Ausstellungseröffnung am Samstag, den 19. September 2009 sprach Heike van den Valentyn, Köln. |
| Aktuelle Arbeiten von Christian Megert (geb. 1936 in Bern) sowie eine exemplarische Auswahl seiner Spiegelobjekte und lichtkinetischen Arbeiten aus den 60er bis 70er Jahren zeigt die edith wahlandt galerie vom 19. September bis 19. Dezember. Megert ist seit vielen Jahren in der Galerie vertreten; seine Arbeiten waren im Rahmen von Gruppen- und Einzelausstellungen sowie Messepräsentationen regel-mäßig zu sehen, zuletzt in einer viel beachteten Einzelschau 2006. Den Ideen der ZERO-Bewegung um Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker nahestehend, arbeitet Megert konsequent an der Verwirklichung seiner "Idee einer neuen Bild-dimension“, in den letzten Jahren das Thema Farbe verstärkt miteinbeziehend. Eine Auswahl seiner neuen farbigen Wandobjekte wird in der Ausstellung zu sehen sein, ebenso eine variable Wandinstallation. "ZERO ist die unmessbare Zone, in der ein alter Zustand in einen unbekannten neuen übergeht“ (Otto Piene). Nicht nur mit Hilfe der Qualitäten des Lichts, der Bewegung und materieller Strukturen wird ein dynamischer, veränderlicher Zustand des Raumes visualisiert, sondern in den Arbeiten von Megert auch mittels Glas und Spiegeln. Das Konzept eines Raumes, den er in seinem Manifest von 1961 als "einen Raum ohne Anfang und Ende“ beschreibt, bleibt für ihn bis heute gültig. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass in seinen raumgreifenden und raumschaffenden Objekten und Installationen der Betrachter mitwirkt, indem er durch seine Anwesenheit und Bewegung zu einem gestaltenden Teil des Werkes wird, z. B. in der Spiegel-kette von 1961 und in dem ebenfalls ausgestellten Mobile mit 3 Spiegeln von 1966. Der Strenge seiner frühen Kinetik-Arbeiten stellt Megert in seinen aktuellen Spiegelbildern Farb-Raum-Schichtungen gegenüber, die ein sinnlich-poetisches Erlebnis darstellen. Das Quadrat als Grundform variiert er im Hinblick auf eine Veränderung seiner Größe und Farbgebung. Bemalte und reflektierende Spiegelflächen, die sich auf unterschiedlichen Raumebenen partiell überlagern, treten in Korrespondenz mit monochromen, oftmals auch weißen Farbfeldern. Die Grenzen zwischen Materiellem und Immateriellem treten hervor, zergliedern den Raum in abstrakte und spiegelnde Segmente. Auch in diesen Objekten wird nachvollziehbar, dass Megerts Werk immer die Möglichkeit der Verwandlung zulässt und deshalb nicht eindeutig und festgelegt ist, sondern "farbig und unfarbig, gegenständlich und ungegenständlich, naiv und intellektuell und gleichzeitig“ (Christian Megert). Bilder und Texte: http:www.pressefenster.info/galerie_wahlandt Hinweis: art alarm, 10. Stuttgarter Galerienrundgang, Samstag, 19.9., 11.00 bis 20.00 Uhr, Sonntag, 20.9., 11.00 bis 18.00 Uhr Bildbeschreibungen: Weiße Struktur, 1959 Megert bezeichnet seine monochromen, reliefartigen Strukturbilder als "informelle Arbeiten". Anstelle einer gestisch, individuellen Handschrift tritt ab der 2. Hälfte der 50er Jahre das horizontal und vertikal strukturierte Materialbild, welches durch das einfallende Licht scheinbar in Vibration versetzt wird. Häufig verwendet er die Farbe Weiß, die von den ZERO-Künstlern als Verkörperung des reinen Lichts gesehen wurde. Mobile mit 3 Spiegeln, 1966 Dass sich Megert nach den weißen Strukturbildern 1959 für den Spiegel als seinen Werkstoff entscheidet, ist ein nachvollziehbarer Schritt, da dieses reflektierende Material das Licht noch unmittelbarer aufscheinen und somit realer erfahren lässt. Je nach Standort und Blickwinkel des Betrachters verändert sich das Objekt und führt vor Augen, wie sich die Grenzen zwischen Materiellem und Immateriellem auflösen. Die frei hängenden Spiegelflächen öffnen dem Betrachter immer wieder neue Blicke auf den umgebenden Raum und damit auch auf sein eigenes Spiegelbild. Lichtkinetisches Objekt, 1974 "Der Spiegel kann eine Leere sein (mit ee), die uns einlädt. Eine Offenheit, die von uns gefüllt wird. Ein Magnet. Ein Bild, das für jeden anders ausieht" (Claus Bremer). Der Blick des Betrachters wird mittels Neonröhren und Spiegeln in einen Endlosraum gelenkt, in dem sich endlos spiegelnd, eine langsam kreisende, wie schwebend erscheinende Spiegelellipse befindet. Dieses, von einem Motor angetriebene, Bewegungselement in Verbindung mit Licht, bewirkt eine kontinuierliche Dynamisierung und Verwandlung des statischen "Schauraumes“ in eine flexible und damit lebendige, neue Bilddimension. Variable Wandinstallation, 2009 Megerts variable Wandinstallation besteht aus gleichgroßen, seriell angeordneten Farb-Raum-Schichtungen. Durch unterschiedliche Raumebenen treten doppelte Spiegelungen auf, die in Korrespondenz mit dem verbindenden farbigen Holzelement das einzelne Wandobjekt in ein Raummodell verwandeln, welches Vorstellungen von Offenheit, Lebendigkeit und Wandelbarkeit vermittelt. Leuchtende Farben wie Gelb, Blau und Rot in Korrespondenz mit den auch den Umraum reflektierenden Spiegelflächen machen die Installation zu einem vielschichtigen sinnlich-poetischen wie auch erkenntnisreichen Erfahrungsraum. Christian Megert - biografische Kurzdaten: 1936 geboren in Bern 1952-56 Besuch der Kunstgewerbeschule, Bern 1957 längere Aufenthalte in Stockholm und Berlin 1958-59 Atelier in Paris seit 1958 Ausstellungebeteiligungen, international (NUL, ZERO) 1961 Manifest für Spiegel und Glas "Ein Neuer Raum", Teilnahme an der ZERO-Demonstration in Düsseldorf 1962 organisiert eine ZERO-Ausstellung in Bern und Basel, Environment für die Eingangshalle zur Ausstellung "Nul" im Stedelijkmuseum, Amsterdam 1965 Zusammenarbeit mit Harald Szeemann für "Kinetische Kunst" und "Weiss auf Weiss" 1968 documenta IV in Kassel – begehbarer Unendlichraum durch Boden- und Deckenverspiegelung (2007 neu installiert für die Ausstellung Op Art, Schirn Kunsthalle Frankfurt/Main) 1976-2003 Professur für Integration von Bildender Kunst und Architektur an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf ab 1980 entstehen neben Spiegelarbeiten Modelle und Großplastiken in Stein. Austellungsbeteiligungen aus neuer Zeit: 2005 "Lichtkunst aus Kunstlicht", ZKM, Karlsruhe 2006 "Sammlung Lenz Schönberg" im Museum der Moderne, Salzburg, ZERO, Internationale Künstler-Avantgarde der 50er/60er Jahre", Museum Kunst Palast, Düsseldorf und Musée d'Art Moderne, Saint Etienne, "THE EXPANDED EYE", Kunsthaus Zürich 2007 "Op Art", Schirn Kunsthalle Frankfurt/Main 2009 "ZERO lebt", Kunsthalle Weishaupt, Ulm, "Bad Ragartz", 4. Schweizerische Triennale der Skulptur in Bad Ragaz und Vaduz. |
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| Andreas Brandt (geb. 1935) o.T., 1979 Öl auf Leinwand, 115 x 190 cm 28.000 Euro |
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| Günter Fruhtrunk (1923-1982) VERT EXENTRIQUE, 1968 Acryl auf Leinwand, 190 x 180 cm 100.000 Euro |
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| Rupprecht Geiger (1908-2009) E 187, WV 115, 1952 Eitempera auf Holz, 83 x 100 cm 80.000 Euro |
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| Kuno Gonschior (1935-2010) Rote Punkte, 1970 Acryl und Leuchtfarbe auf Leinwand 185 x 185 cm, 85.000 Euro |
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