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EDITH WAHLANDT GALERIE Kontakt: Edith Wahlandt-Mettler ewm@edith-wahlandt-galerie.de |
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MALEREI - VIER POSITIONEN http://www.edith-wahlandt-galerie.de |
| Erschienen am: 03.03.2009 |
| Beate Terfloth - "of his bones are corral made" |
| Eröffnung: Samstag, den 28. März 2009 in der Zeit von 11.00 – 14.00 Uhr Um 12.00 Uhr spricht Dr. Wita Noack, Mies van der Rohe Haus, Berlin Dauer der Ausstellung: 28. März bis 13. Juni 2009 |
| Unter dem Titel "of his bones are corral made" ist vom 28. März bis 13. Juni 2009 in der edith wahlandt galerie eine umfangreiche Werkschau mit erstmals gezeigten, neuen Papierarbeiten von Beate Terfloth (*1958) sowie eine kleine Auswahl aus den 90er Jahren zu sehen. Mit ihrer ersten Einzelausstellung in der edith wahlandt galerie begann 1989 eine enge Zusammenarbeit, die zu mehreren Galerie- und Messepräsentationen, begleitet von Publikationen, geführt hat. Beate Terfloth zählt zu den eigenständigsten und herausragendsten Zeichnerinnen der Gegenwart, in deren Werk der Linie die größte Einfachheit und damit auch die größte geistige Kraft und Energie innewohnt. Charakteristisch für ihre sparsamen Setzungen ist eine "ablesbare Prozessualität des Zeichnerischen im Modus des Lebendigen, in dem man ein behutsam Wachsendes sehen kann", so Stefan Gronert, Kunstmuseum Bonn. Hierzu nimmt die Künstlerin "Übertragungen" von Linien, sei es in der Natur und Architektur, in Fotografien oder Bildern vor, wählt bewusst subjektiv Ausschnitte aus, nimmt Vergrößerungen und Verkleinerungen vor und lässt Erinnerung und Intuition zu. Sie befragt die Möglichkeiten und Bedingungen ihres Mediums, indem sie beim Zeichnen das vorgefundene, meist abbildende "Linienmaterial" transformiert, das heißt wieder in die Konkretheit der Linien zurückführt, dabei Zeit komprimiert, räumliche Dimensionen in der Vorstellung öffnet und Körperlichkeit einbringt. Auslöser für ihre beiden neuen Zeichnungsblöcke (Gouache auf Papier) ist ein Kupferstich mit dem Porträt Shakespeares und sein letztes Theaterstück "Sturm". Eine Zeile aus Ariels Lied über Ferdinands ertrunkenen Vater gibt ihrem neuen Werkblock und der Ausstellung den Titel "of his bones are corral made". Aus den Knochen des Toten sind Korallen geworden, aus seinen Augen Perlen und so wandelt sich Vergänglichkeit in ein Bild naturmagischer Transformationskraft. Es ist die aktive, zwischen Abstraktion und Bedeutung hin und her sich bewegende Linie, welche solchen Wandlungsprozessen visuelle Präsenz gibt. Rote, zu Gitterstrukturen sich fügende, auch schwingende und fließende Linien, im harmonischen Miteinander von flüchtig-schwebenden Punkten variieren ein vitales Spiel mit Fläche und Raum, Vorne und Hinten, Ruhe und Dynamik. "Aus einem gesehenen Zusammenhang aufgezeichnet", wie Beate Terfloth notiert, ist die Beobachtung des Vorgefundenen gleich ausdrucksstark wie die Wirkung der das Geschaute umsetzenden Linie, so z. B. in ihren 2007 entstandenen Guernsey-Zeichnungen. Die Werkgruppe entstand während ihres Aufenthaltes im Rahmen des International Artist in Residence Programme auf Guernsey. Es sind Verdichtungen von Aufzeichnungen der Fluglinien von Möwen, die auf den thermischen Strömungen gleiten. Ganz auf eine rote horizontale Linie auf schwarzem Tonpapier wird die Zeichnung in zwei mehrteiligen Arbeiten aus dem Jahr 2006 reduziert. So als besitze die Linie eine individuelle Biografie hinterlässt sie ihre einzigartige Spur auf dem Papier. Raum definieren und Fragen nach Grenzen stellen sind auch Themen eines Wandstückes aus der Serie "Survey für Sir Aurel Stein", entstanden 1992. Bitte vormerken: ART COLOGNE 43. INTERNATIONALER KUNSTMARKT 22.-26. April 2009 Halle 11.2, Stand B 3 Bildbeschreibungen Survey – für Sir Aurel Stein, IV, 1992 Zeichnung (beidseitig) Holz, Kreidegrund 70 x 200 x 4 cm 9.000 EUR Auf einem, in vielen Schichten aufgetragenen Kreidegrund erschließen wenige dünne Bleistiftlinien die Bildfläche bis an ihre Grenzen und analysieren dabei das Verhältnis von Linie und Grund. Die Linien auf schwebendem, transparentem Weiß graben sich in das visuelle Gedächtnis als eine flüchtige, fast zufällige Wahrnehmung ein. Und sie werden dann in der Erinnerung zu topographischen Notationen, die Zeit in sich aufgenommen und komprimiert haben. Das Wandobjekt ist eine Hommage an den britischen Archäologen und Asienforscher Sir Aurel Stein (1862-1943). of his bones are corral made, 2008 12 Gouachen auf Fabrianobütten je 71 x 42 cm je 2.000 EUR Langsam gesetzte, feine Linien verwandeln nach und nach die Bildfläche in einen Raum, geleitet von der Frage, was sich hinter der Oberfläche befindet. Zarte Liniengebilde, einfach oder komplex strukturiert, entstehen. Sie besetzen konzentriert und schwebend leicht, instabil und flüchtig das Innere des Bildfeldes. Man denkt an aphoristische Anmerkungen, deren Veränderbarkeit wir beobachten können. Zusammengenommen führen alle zwölf Zeichnungen dieser Werkgruppe einen Dialog zwischen Linie und Bildgrund vor, der Bewegung und Innehalten, Offenheit und Grenze gleichermaßen zulässt. A Seachange, 2008 5 Gouachen auf Cansonpapier je 250 x 130 cm je 8.000 EUR In den überlebensgroßen Gouachen, die zur Werkgruppe "A Seachange", bestehend aus fünf Arbeiten, gehören, sieht sich der Betrachter inmitten eines Bildraumes, den er physisch wahrzunehmen vermag. Es ist die Körperdynamik der Künstlerin, freigesetzt im Prozess des Zeichnens, welche intuitive Geste und reflektierte Setzungen zusammenführt. Rote Gitterstrukturen, strömende, wellenförmige und fliehende Linienformationen transformieren die Bildfläche in einen Ort, an dem Wandlung und Wachsen in der Vorstellung des Betrachters seine Fortsetzung findet. o.T., 4-teilig, 2006 Gouache auf Tonpapier 62,5 x 70 cm 3.200 EUR Eine einzige rote Linie auf schwarzem Tonpapier durchmisst die Bildfläche horizontal von einer Seite zur anderen. "Ich beschäftige mich schon immer mit Linien, die ich aus einem gesehenen Zusammenhang aufzeichne. Häufig sind es Landschaftslinien. Aber er ist gleichzeitig eine Abstraktion, die zur konkreten Anwesenheit von dieser Linie auf der Bildfläche führt", notiert Beate Terfloth. Individuell in ihrem Verlauf offenbart die isolierte Linie auf den vier Bildträgern eine magische Wirkung, die nachhallt. Beate Terfloth – biographische Daten (Auswahl) 1958 geboren in Hongkong, 1977-79 Studium an der Hochschule der Künste Berlin und der Kunstakademie München ( bei Johannes Gecelli und Günter Fruhtrunk), 1986-87 DAAD Stipendium nach Rom, 1989 Arbeitsstipendium des Berliner Senats, Preis des Deutschen Künstlerbundes, 1990 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg, 1991 Zeichenstipendium Nürnberg, 1993 Projektförderung durch den Kunstfonds Bonn, 1994 Förderpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e.V. Köln ars viva 94/95 – Zeichnung und Raum, 1994-98 DAAD-Langzeitdozentur am National College of Arts in Lahore/Pakistan, 1997 Förderpreis der Helmut Krafft Stiftung, Stuttgart, 1999 Gastlehrbeauftragte und Vertretung Professor Bunk an der Kunstakademie Stuttgart, 2000 DAAD-Kurzzeitdozentur für das neue Masterprogramm am National College of Arts Lahore (Pakistan), 2005-06 viermonatiger Arbeitsaufenthalt in Indien und Pakistan, 2007-09 Hochschule für Künste, Bremen, Klasse für Raumkonzepte (vertretungsweise), 2008 Japanreise – Basho-Projekt, lebt und arbeitet in Berlin Einzelausstellungen (Auswahl) 1988 Beate Terfloth – Grenzsituationen, Städt. Museum Abteiberg, Mönchengladbach, 1989 Stuttgarter Raumzeichnung, Galerie Edith Wahlandt, Stuttgart, 1990 Roomdrawing/Atlanta, Nexus Contemporary Art Center Atlanta, Ga., 1991 Wandzeichnung Esslingen, Galerie der Stadt Esslingen, Bahnwärterhaus, Galerie Conrads, Neuss, Kunsthalle Nürnberg, 1993 Galerie Edith Wahlandt, Stuttgart, Kunststiftung Baden-Württemberg, Wand/Zeichnung, Akademie der Künste, Berlin, Alkoven, Kunstwerke Berlin, 1994-95 ars viva 94/95 – Zeichnung und Raum (mit Udo Koch und Karin Sander), Kunsthalle Baden-Baden, Städt. Kunstsammlungen Chemnitz, Kölnischer Kunstverein, 1994 Galerie Edith Wahlandt, Stuttgart, Rohtas Gallery, Islamabad (Pakistan), 1998 Immer nachhause, edith wahlandt galerie, Stuttgart, 1999 Zeichnung heute II (mit Katharina Hinsberg und Andrea Zaumseil), Kunstmuseum Bonn, 2000 Die Farbe hat mich (mit Ulrich Moskopp), Kunstverein Arnsberg, Kreisen, Museum Goch und 2001 Forum Rotunde, Staatl. Kunsthalle Karlsruhe, dies, das und das andere, edith wahlandt galerie, Stuttgart, 2002 Three walls, Galerie Michael Zink, München und Galerie i8, Reykjavik, (mit Sabine Funke und Ragna Robertsdottir), Allah-a-Akbar, Galerie Markus Richter, Berlin, 2004 circle, cycle, circuit, Kunstverein Schwerte, 2005 off at a tangent, edith wahlandt galerie, Stuttgart, 2007 Terre à l'amande, Grange house, the Gallery,Guernsey, Channal Islands, UK, 2009 of his bones are corral made, edith wahlandt galerie, Stuttgart seit 1986 Beteiligungen an nationalen und internationalen Themenausstellungen Werke der Künstlerin sind in namhaften öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten. |
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| Andreas Brandt (geb. 1935) o.T., 1979 Öl auf Leinwand, 115 x 190 cm 28.000 Euro |
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| Günter Fruhtrunk (1923-1982) VERT EXENTRIQUE, 1968 Acryl auf Leinwand, 190 x 180 cm 100.000 Euro |
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| Rupprecht Geiger (1908-2009) E 187, WV 115, 1952 Eitempera auf Holz, 83 x 100 cm 80.000 Euro |
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| Kuno Gonschior (1935-2010) Rote Punkte, 1970 Acryl und Leuchtfarbe auf Leinwand 185 x 185 cm, 85.000 Euro |
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