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EDITH WAHLANDT GALERIE Kontakt: Edith Wahlandt-Mettler ewm@edith-wahlandt-galerie.de |
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MALEREI - VIER POSITIONEN http://www.edith-wahlandt-galerie.de |
| Erschienen am: 02.12.2008 |
| Kuno Gonschior - Im Rausch der Farbe - Werke aus den Jahren 1959 bis 2009 |
| 24. Januar bis 21. März 2009 Ausstellungseröffnung: Samstag, 24. Januar, von 11.00-14.00 Uhr Um 12.00 Uhr spricht Hans-Peter Riese, Köln |
| Kuno Gonschior (geb. 1935), einem der renommiertesten Vertreter der analytischen, elementaren Malerei, widmet die edith wahlandt galerie vom 24. Januar bis 21. März 2009 eine Einzelausstellung. Die enge Zusammenarbeit mit Kuno Gonschior geht bis in die 70er Jahre zurück. Stark beeindruckt von seinen Wandmalereien im Württembergischen Kunstverein im Jahr 1976 zeigte Edith Wahlandt 1977 zum ersten Mal Werke des Künstlers in einer Einzelschau. Zuletzt war 2002 eine viel beachtete Präsentation in der Galerie zu sehen. Die aktuelle Ausstellung konzentriert sich auf ganz neue, bisher noch nicht gezeigte Bilder aus seiner Werkgruppe "Sternenhimmel". Ergänzt wird diese aktuelle Präsentation durch eine exemplarische Auswahl von Arbeiten aus den Jahren 1959, 1960/61 (zwei sehr seltene Aquarelle), "Farbvibrationen", 1968/69 und 1971/72, eine Gruppe Papierarbeiten, 1980/81 sowie das dreiteilige Werk "Rot/Vio/Magenta", 1997. Seit über vierzig Jahren macht Kuno Gonschior konsequent die Farbe unter physikalischen, optischen und konzeptuellen Gesichtspunkten zum alleinigen Thema und Inhalt seiner Malerei. So werden ein- oder mehrfarbige Punktraster, Farbflecken oder kurze Striche, die mit dem einfarbigen oder ungrundierten Bildträger interagieren, zu pulsierenden, flirrenden und so die visuelle Wahrnehmung herausfordernden Bildräumen. Der Betrachter kann durch den Wechsel seines Standortes die Nuancen der Farben ständig verändern. Es entstehen beim intensiven Betrachten der verwendeten Komplementärfarben Nachbilder und Simultaneffekte, die eine optische Veränderung und damit Bewegung in das Bild bringen. "Ausgehend von der Farbe, ihrem Feld, ihrem Raum, ihrem körperhaften Volumen und Schwingungen in Verbindung mit ihrer materiellen Setzung und unter Einbeziehung des Malprozesses richtet sich meine Arbeit auf die Aufhebung der Identitätsgewissheit und faktisch Gesetztem und optisch Erscheinendem", so der "Farbforscher" Gonschior. Bekannt wurde der Künstler in den 60er Jahren mit seinen Leuchtfarbenbildern, die im Tages- oder Schwarzlicht optische Täuschungen hervorrufen. So auch in seinen Wand- und Bodenmalereien, z. B. 1977 für die documenta 6, 2002 im Museum Bochum, zuletzt im Museum Küppersmühle in Duisburg. Bis Anfang der 90er Jahre herrscht eine strenge, konzeptuelle Struktur in seinen Bildern vor. Nur das Sichtbare gilt, Stimmungswerte und Symbolik der Farben sind nicht von Bedeutung. Dann werden seine vitalen Farben mit Emotionen aufgeladen, entstanden "im Rausch der Farbe" - bis heute. Ausführliche Angaben zu Leben und Werk im Katalog zur Ausstellung: Kuno Gonschior. NUR FÜR DICH UND MICH, MKM Museum Küppersmühle für moderne Kunst, Duisburg 2008. Bilder und Texte: http:www.pressefenster.info/galerie_wahlandt Bildbeschreibungen: Vibration Rot-Grün, 1968/69, Leuchtfarbe/Acryl/Holz, Durchmesser 40 cm, 9.000 EUR Gonschior untersucht das Verhältnis von Realität der Farbe und optischer Täuschung. "Ich arbeite wie in einem Laboratorium experimentierend und kalkulierend" (K.G.). Überlegt gesetzte, aber dennoch wie hingeträufelt wirkende grüne Leuchtpunkte, in der Mitte sich verdichtend und sich nach außen immer stärker vereinzelnd, erzeugen im Dialog mit dem roten Grund ein farbräumliches Bewegungsfeld, das vom Auge als flirrend-vibrierende Ausdehnung in den Raum wahrgenommen wird. Ein Kosmos "parallel zur Natur" entsteht aus der Vermischung von komplementären Farbpartikeln. Gelb-Vibration-Schatten, 1971/72 , Acryl auf Segeltuch, 120 x 100 cm, 30.000 EUR Zu Beginn der 70er Jahre wendet sich Gonschior von der Leuchtfarbe ab und benutzt dezente Farbpigmente, welche dem Betrachter eine sensible visuelle Wahrnehmung abverlangen. Winzige Farbpunkte tänzeln über den gesamten Bildgrund. Es sind flüchtige, kaum wahrnehmbare Farbpartikel, welche die Fläche – wie ein Schneegestöber - in einen leise flimmernden Bildraum verwandeln. Dass das Bild einen Farborganismus herausbilden kann und für Gonschior "ein lebendiges Wesen" ist, wird anschaulich nachvollziehbar. Rot/Vio/Magenta, 1997, Öl auf Leinwand, 3-teilig, je 240 x 80 cm, 65.000 EUR Rot und die beiden aus der Mischung von Rot und Blau sich ergebenden Farben Violett und Magenta sind Thema der dreiteiligen Arbeit von 1997. Pastos aufgetragen entwickelt die Farbe stofflich-haptische Qualitäten. Die Farbe hat einen Körper, so Gonschior. Auf der reliefartigen Oberfläche der Farbtableaus tragen Licht- und Schatteneffekte zum Erlebnis eines sinnlich-vitalen Farbraumes bei. Bis heute geht es ihm um die Thematisierung des Sehens. Sternenhimmel Rot, 2009, Gel und Acryl auf Leinen, 100 x 150 cm, 25.000 EUR Rote Fleckensetzungen des Pinsels, über den schwarzen Bildgrund locker verteilt, versetzen die Bildfläche in ein pulsierendes, strömendes Aktionsfeld, das über die Bildränder hinausdrängt. Ich pfeife jetzt auf die Theorie, jetzt male ich so, wie ich es gerne tue. So richtig aus dem Bauch, vital und ganz kräftig. Ich gelange so auch in diesen rauschhaften Zustand. Das gab es vorher nicht, so der Künstler. Gonschiors Werke öffnen sich seit etwa 15 Jahren einer emotionalen und assoziativen Betrachtung. Biographische Daten Kuno Gonschior: 1935 geboren in Wanne-Eickel 1957-61 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf 1961-63 Studium an der Universität Köln 1982-2000 Professor für freie Malerei an der Universität der Künste, Berlin. Lebt und arbeitet in Bochum und Berlin. Einzelausstellungen (Auswahl): 1962 Galerie Niepel, Düsseldorf 1968 Galerie Swart, Amsterdam, Galerie Plus, Ulm 1969 Städtisches Gustav-Lübcke-Museum, Hamm, Galerie Lichter, Frankfurt, Städtisches Museum, Gelsenkirchen 1970 Galleria Ferrari, Verona, Galleria la Bertesca, Genua, Galerie Daedalus, Berlin, Galleria Arco d'Alibert, Rom 1971 Städtisches Museum Schloss Morsbroich, Leverkusen, Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg, Haus am Waldsee, Berlin, Galerie m, Bochum 1976 Württembergischer Kunstverein, Stuttgart 1977 Kunsthalle zu Kiel/Schleswig-Holsteinischer Kunstverein, Galerie Edith Wahlandt, Schwäbisch Gmünd, Konrad Fischers Raum, Düsseldorf 1979 Galerie Bossin, Berlin, Karl-Ernst-Osthaus-Museum, Hagen, Galerie Edith Wahlandt, Schwäbisch Gmünd 1982 Galerie Bossin, Berlin, Emschertal-Museum, Herne 1986 Galerie Edith Wahlandt, Stuttgart, Kunstverein Bochum 1989 Institut für moderne Kunst, Nürnberg 1990 Museum am Ostwall, Dortmund, Neuer Berliner Kunstverein, Berlin, Wilhelm Hack-Museum, Ludwigshafen 1993 Skulpturenmuseum, Marl 1994 Galerie Appel und Fertsch, Frankfurt 1995/98 Galerie Schoeller, Düsseldorf 2000 Galerie Art Affairs, Amsterdam, Märkisches Museum, Witten 2002 Museum Bochum, edith wahlandt galerie, Stuttgart 2003 Mies van der Rohe Haus, Berlin, 2004 Kunstverein Gelsenkirchen 2006 Stefan Stux Gallery, New York, Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt 2007 Galerie Hoffmann, Friedberg 2008 Rosenbaum Contemporary, Boca Raton/USA, Stefan Stux Gallery, New York, Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg, Conny Dietzschold Gallery, Sydney, Lausberg Contemporary, Toronto, Galerie Frank Schlag, Essen 2009 edith wahlandt galerie, Stuttgart. Ausführliche Angaben zur Biografie im Katalog zur Ausstellung: Kuno Gonschior. NUR FÜR DICH UND MICH, MKM Museum Küppersmühle für moderne Kunst, Duisburg 2008. |
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| Andreas Brandt (geb. 1935) o.T., 1979 Öl auf Leinwand, 115 x 190 cm 28.000 Euro |
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| Günter Fruhtrunk (1923-1982) VERT EXENTRIQUE, 1968 Acryl auf Leinwand, 190 x 180 cm 100.000 Euro |
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| Rupprecht Geiger (1908-2009) E 187, WV 115, 1952 Eitempera auf Holz, 83 x 100 cm 80.000 Euro |
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| Kuno Gonschior (1935-2010) Rote Punkte, 1970 Acryl und Leuchtfarbe auf Leinwand 185 x 185 cm, 85.000 Euro |
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