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EDITH WAHLANDT GALERIE Kontakt: Edith Wahlandt-Mettler ewm@edith-wahlandt-galerie.de |
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MALEREI - VIER POSITIONEN http://www.edith-wahlandt-galerie.de |
| Erschienen am: 16.06.2008 |
| Rückblick: Liz Bachhuber - Lost and Found |
| 5. April bis 14. Juni 2008 Eröffnung: Samstag, 5. April 2008, von 11.00 bis 14.00 Uhr Um 12.00 Uhr spricht David Galloway, Kunstkritiker für International Herald Tribune, Paris. |
| "Play it – Kunst und Spiel", so der Titel eines Projektes des AKS Stuttgart, an dem die Initiative Stuttgarter Galerien zeitgenössischer Kunst e.V. und Kunstinstitutionen von April bis August beteiligt sind. Als Beitrag zu diesem Kunstereignis zeigt die edith wahlandt galerie eine Auswahl an Bildern und Objekten von Liz Bachhuber (geb. 1953) aus der Zeit zwischen 2001 und 2008. Nach vielen Jahren guter Zusammenarbeit (seit 1986) im Rahmen von mehreren Einzelausstellungen präsentiert die edith wahlandt galerie in diesem Jahr wieder eine Werkschau von Liz Bachhuber, die an der Bauhaus-Universität in Weimar lehrt. "In meiner Arbeit geht es um das Spiel mit Inhalt, wenn ich z. B. Fundstücke wieder verwende und in einen neuen Zusammenhang setze." Spielen meint für sie deshalb auch Wiederholung, Wiederverwendung und Recycling. "Lost and Found", so der Ausstellungstitel, greift diesen Gedanken auf und erweitert ihn auch in den persönlichen Bereich. Das heißt, ältere Werke werden von ihr wieder neu entdeckt und in einen aktuellen Kontext gestellt, wodurch es zu Bedeutungsverschiebungen kommt. Es werden in der Ausstellung Arbeiten aus drei Werkgruppen gezeigt: "Schrottplastiken" aus Fundstücke wie Kühlschranktüren und Motorhauben, in die Silhouetten von Pferden oder Krähen eingeschnitten sind. Die Überlagerung der Alltagsobjekte mit den Gegebenheiten des Kunstkontextes eröffnet komplexe inhaltliche Möglichkeiten, indem sich die eigene individuelle Geschichte des Fundstückes, ablesbar an seinen jahrelangen Gebrauchsspuren und seiner Herkunft (u.a. Alltagsrelikte aus der ehemaligen DDR), mit den Vorstellungs- und Erinnerungsbildern des Betrachters mischen. Einen weiteren Schwerpunkt der Präsentation bilden Arbeiten zum Thema "Natur und Technologie": Ein durch zivilisatorische Eingriffe gebrochenes Bild von Natur vermitteln ihre Wandobjekte, die zur Werkgruppe der "Laborarbeiten" gehören. Industrielle Produkte wie Schläuche und Schellen verbinden sich mit kleinen Aststücken zu ästhetisch ansprechenden Artefakten, die als metaphorische Bilder den immerwährenden Konflikt zwischen der Sehnsucht des Menschen nach einer intakten Natur und einer die Natur zerstörenden technisierten Lebenswirklichkeit visualisieren. Aquarelle und Tuschezeichnungen neueren Datums ergänzen Bachhubers Spiel mit den Widersprüchen und Ambivalenzen unserer Existenz im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit von Natur. Objekte aus der Reihe der Laborarbeiten: Heart, 2005 Polyurethan, Äste PVC-Schläuche, Stahlschellen 60 x 30 x 20 cm, 7.000.- EUR Wer experimentiert mit wem? Die Natur mit dem Menschen oder der Mensch mit der Natur? Die Versuchsanordnung aus Aststücken und Laborutensilien führt eine Konfliktsituation vor: Mit einer gewissen Brutalität wird die Natur deformiert, doch zugleich ist sich der Mensch seines Grundbedürfnisses nach Natur bewusst. Durch Schläuche und Metallschellen auf verschlungenen Wegen miteinander verbunden, wird in dem Wandobjekt "Heart" ein Kreislauf in Gang gesetzt, der das lebensnotwendige Organ am Leben zu erhalten scheint. Ein formschönes skulpturales Gebilde entsteht, das dem Betrachter jedoch nach und nach die Unvereinbarkeit von natürlichen und technischen Prozessen bewusst macht. Doppelherz (Jenaer Glas), 2004 Reagenzglas (herzförmig) abgeformt in Polyurethan Astgabelungen und PVC-Schläuche, Stahlschellen 50 x 70 x 20 cm, 8.000.- EUR Natur wird in der klassischen Tradition definiert als Gegensatz zum Bereich des Menschen: Natur - Technik, Natur - Kultur. Doch im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit von Natur verliert der Naturbegriff seine Konturen und die Gegensatzpaare lösen sich auf. Im Objekt "Doppelherz" sehen wir Relikte der Natur, gezähmt in einem künstlichen Arrangement, in welchem, ästhetisch ansprechend, unsere unstillbare Sehnsucht nach heiler Natur wiederbelebt wird. Natürliche und industriell gefertigte Elemente führen ein, auf den ersten Blick harmonisch aufeinander bezogenes Zusammenspiel vor, das unauflösbare Widersprüche und Unstimmigkeiten im Spannungsfeld von Natur und Technik zu verdrängen sucht. Blaue Doppelkolben (Jenaer Glas), 2004 Doppelglaskolben abgeformt in blau gefärbtem Polyurethan Astgabelungen und PVC-Schläuche, Stahlschellen 50 x 30 x 20 cm, 7.000.- EUR "Was man heute als natürliche Rose akzeptiert, ist in gewisser Hinsicht gar nicht natürlich, sondern ein Produkt menschlicher Züchtung bzw. der Genmanipulation. In ästhetischer Haltung ist das Natürliche vom Künstlichen nicht zu unterscheiden", schreibt Gernot Böhme in seinem Buch "Natürlich Natur". Liz Bachhuber inszeniert ein Zusammenwirken von Naturfragmenten und industriellen Produkten, bzw. von ihr abgeformten Gefäßen so, als hätten beide Seiten es nötig, künstlich am Leben gehalten zu werden. "Wir beschneiden die Natur und müssen sie sozusagen an den Tropf hängen, damit sie unsere "liebevolle Zuwendung" überleben kann", so Gerhard Schweppenhäuser. Bilder und Texte: http:www.pressefenster.info/galerie_wahlandt |
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| Andreas Brandt (geb. 1935) o.T., 1979 Öl auf Leinwand, 115 x 190 cm 28.000 Euro |
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| Günter Fruhtrunk (1923-1982) VERT EXENTRIQUE, 1968 Acryl auf Leinwand, 190 x 180 cm 100.000 Euro |
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| Rupprecht Geiger (1908-2009) E 187, WV 115, 1952 Eitempera auf Holz, 83 x 100 cm 80.000 Euro |
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| Kuno Gonschior (1935-2010) Rote Punkte, 1970 Acryl und Leuchtfarbe auf Leinwand 185 x 185 cm, 85.000 Euro |
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