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EDITH WAHLANDT GALERIE Kontakt: Edith Wahlandt-Mettler ewm@edith-wahlandt-galerie.de |
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MALEREI - VIER POSITIONEN http://www.edith-wahlandt-galerie.de |
| Erschienen am: 23.04.2008 |
| Rückblick: ART COLOGNE 42ND INTERNATIONAL FAIR FOR MODERN AND CONTEMPORARY ART |
| 16. - 20. April 2008, Kölnmesse, Halle 5.2 (Obergeschoss), Stand F 068/G 069 Standtelefon 0221-284 82 01 Messeprogramm 2008 - In motion – Linie, Form und Farbe Werke von Gianni Colombo, Günter Fruhtrunk, Rupprecht Geiger, Raimund Girke, Gerhard von Graevnitz, Klaus Heider, Katharina Hinsberg, Norbert Kricke, Christian Megert und Beate Terfloth |
| In diesem Jahr präsentiert die edith wahlandt galerie auf der ART COLOGNE unter dem Titel "In motion - Linie, Form und Farbe" einen Themenschwerpunkt, der sich aus dem Galerieprogramm entwickelt hat. Es werden Bilder, Zeichnungen und Objekte von namhaften Künstlerinnen und Künstlern der Galerie aus den 50er Jahren bis heute vorgestellt, erstmals auch eine Installation von Gianni Colombo. Dabei soll von verschiedenen Seiten das Phänomen der Bewegung beleuchtet werden, zum Beispiel durch kinetische Objekte, die mit Hilfe eines Elektromotors Bewegung als Gestaltungsmittel zur fortlaufenden Veränderung einer bildnerischen Struktur bzw. Form einsetzen. Bewegung nicht als virtuelles sondern reales Phänomen findet auf diese Weise Eingangin die künstlerischen Arbeiten. Zu den wichtigsten Vertretern der kinetischen Kunst zählt Gerhard von Graevenitz (1934-1983), von dem das frühe "Objekt mit reflektierenden Elementen" aus dem Jahr 1963 (35.000.- EUR) präsentiert wird. Von dem international bekannten Kinetiker Gianni Colombo (1937-1993) wird eine zentrale raumgreifende Arbeit von 1968 mit dem Titel "spazio elastico" auf dem Messestand installiert (75.000.- EUR). Außerdem sind von Christian Megert drei lichtkinetische Objekte (je 26.000.- EUR) aus dem Jahr 1974 zu sehen, in denen sich eine Spiegelellipse bzw. ein Spiegelkreis im Endlosraum bewegt. Christian Megert, der an der Kunstakademie Düsseldorf lehrte, setzt Licht als zentrales Medium der visuellen Vergegenwärtigung von Bewegung ein. Bewegung als gestalterisches Element, das sich im Prozess des Sehens artikuliert, bezeichnet einen weiteren Ansatz. Von "reiner Bewegung" und nicht von Veränderung spricht Günter Fruhtrunk, von dem das herausragende großformatige Spätwerk "Das Dringliche" von 1981 (95.000.- EUR) und ein kleines Format "Erosion" von 1975 (30.000.- EUR) als beeindruckende Beispiele "transzendenter Bewegung" (G.F.) ausgewählt wurden. Norbert Krickes Raumplastiken machen Bewegung und Raum als Einheit in der Zeit visuell erfahrbar. Die Auswahl konzentriert sich in diesem Jahr auf die frühe Werkgruppe der "Lütticher" : allen voran die Raumplastik Weiß "Große Lütticher" aus dem Jahr 1952. Ebenfalls von 1952 werden die kleinformatigeren Werke "Gelb-Weiß-Schwarz" und "Weiß", sowie aus dem Jahr 1954 die Arbeit "Weiß-Blau-Rot" zu sehen sein. Die Preise liegen zwischen EUR 70.000.- und EUR 200.000.-. Ergänzend kommt wieder eine erlesene Auswahl an Zeichnungen aus verschiedenen Jahrzehnten hinzu. Die Präsentation findet – integriert im Messestand - im Rahmen des Sonderprogramms Hidden Treasures statt. Bewegung als Manifestation des Beständigen, d. h. als geordneter, mit kosmischen Vorgängen vergleichbarer Verlauf in Zeit und Raum thematisiert Klaus Heider in seinem Neonobjekt "Licht-Raum-Zeit" von 2006 (15.000.- EUR). Im repetierenden Rhythmus der Farben und Formen wird die Bewegung der fließenden Zeit als Grunddisposition menschlicher Existenz sichtbar, so in Raimund Girkes großformatigem Spätwerk "Weissfeld" aus dem Jahr 1999 (68.000.- EUR). Gezeigt wird außerdem eine Rarität aus dem Jahr 1972, das kleinformatige Gemälde "Farbtafel Grau I" (35.000.- EUR). Beobachtungen von Bewegungsabläufen und Rhythmen in der Natur inspirieren die beiden Zeichnerinnen Katharina Hinsberg und Beate Terfloth. Von ihnen werden aktuelle Arbeiten präsentiert, von Hinsberg die beiden großformatigen Zeichnungen "Diaspern 0+I" (15.000.- EUR), ein großes "Strichgitter" und auch eine Auswahl kleinformatiger Arbeiten (800.- bis 4.000.- EUR); von Terfloth ihre "Guernsey Zeichnungen" aus dem Jahr 2007 (je 2.500.- EUR). Diese Werkgruppe entstand während ihres Aufenthaltes im Rahmen des "International Artist in Residence Programme" auf Guernsey. Zurückblickend auf ihren Lahore-Aufenthalt 2006 wurde die 9-teilige Arbeit "Fadendruck" (8.700.- EUR) ausgewählt. Anlässlich des 100. Geburtstages von Rupprecht Geiger soll in diesem Jahr das Augenmerk auf das bedeutende grafische Werk, das parallel zu seinen Leinwandarbeiten entstanden ist, gelenkt werden. Zentral dafür stehen u.a. die beiden außergewöhnlich großformatigen Graphitzeichnungen "Rot und Schwarz" von 1987 (je 25.000.- EUR), zuletzt ausgestellt im Saarland-Museum Saarbrücken, 1992. Im Kabinett Werke von: Liz Bachhuber, Bob Bonies, Andreas Brandt, Kuno Gonschior, Gotthard Graubner, Günther Uecker. Bildbeschreibungen Gianni Colombo (1937-1993) Der Bildhauer Gianni Colombo zählt zu den wichtigsten Kinetikern Italiens. Sein Interesse galt der Beziehung von Bewegung, Licht und Raum, die er in veränderbaren Reliefs, Objekten und raumbezogenen Installationen thematisierte. Aktiv wird der Betrachter in seine beweglichen oder zu bewegenden, seriell sich öffnenden und schließenden Arbeiten einbezogen. Mit der Werkgruppe der "spazio elastico", seinen beweglichen Räumen, die Colombo ab 1964 auch als begehbare Environments gestaltet, hat er Eingang in die Kunstgeschichte gefunden. Aus dieser Werkgruppe wird eine frei schwebende, aus sieben Kuben bestehende Plastik installiert. Die Kuben sind hintereinander angeordnet und werden durch zwei Motoren unterschiedlich bewegt, so dass sich immer wieder neue, die Wahrnehmung irritierende Raumkonstellationen und perspektivische Mehrdeutigkeiten einstellen. Rolf Wedewer bezeichnet dieses "Prinzip der kubischen Durchdringung und Veränderung" im Werk von Colombo als "dreidimensionalen Konstruktivismus". Günter Fruhtrunk (1923-1982) Fruhtrunk, von Raimund Stecker als "Maler unfassbarer Bildirritationen" bezeichnet, fand schon früh Anschluss an die internationale konstruktive Kunst. Seine künstlerische Intention ist darauf ausgerichtet, das Bild von Bedeutungen und Zufallsgesetzen der Natur zu befreien, ein "Jetztfeld des Sichtbaren" und "erfahrbare Gegenwärtigkeit" in seinen Bildräumen zu erzeugen. Deshalb ereignet sich für Fruhtrunk Kunst im Sehen immer neu. Die enge Streifenstruktur bricht in seinem großformatigen Spätwerk "Das Dringliche" auf und gibt größere Farbfelder frei. Nun vermag sich die Farbe als eine die Bildstruktur dominierende Kraft zu entfalten. Vertikal verlaufende Farbbahnen - Hellviolett-Gelb-Rot-Gelb-Rot – zeigen, dass das Rhythmische jetzt "großräumiger, atmungsvoller", wie Max Imdahl schreibt, geworden ist und statt Rhythmik eher der Akkord, bzw. Klang der Farben das Bild durchströmt. Die emotionale Intensität seines Spätwerkes ist spürbar. Rupprecht Geiger (geb. 1908) Geiger, Gründungsmitglied der Künstlergruppe ZEN 49, schuf ein in seiner Konsequenz und Klarheit einzigartiges Lebenswerk, das er der Schönheit von Licht und Farbe widmet, Farbe verstanden als Licht, Lichtempfänger und Lichtvermittler. Dramatische Gegensätze, der Kontrast von Rot und Schwarz, Kalt und Warm artikuliert Geiger in den beiden Zeichnungen durch die Modulation von Schwarz im Zusammenspiel mit dem weißen Bildgrund. Schwarz, im Wechsel von einem dichten zu einem durchlässig-transparenten Zeichengestus, setzt Wirkungskräfte frei, die Geiger dem Rot zuordnet; Rot, für ihn der Inbegriff reiner Energie, ein Konzentrationsfeld polarer Lebenskräfte. Ein Spannungsfeld baut sich auf, in dem Senkrechte und Waagrechte, Hell und Dunkel, Lasten und Schweben aufeinander treffen. Tag und Nacht, Licht und Schatten begegnen sich und führen sodann eine "Harmonie der Gegensätze" (R.G.) herbei. Klaus Heider (geb. 1936) Klaus Heider ist ein aufmerksamer Spurensucher in der Welt der Gegebenheiten und ein ideenreicher Spurenleger in der Welt der Vorstellungen und Möglichkeiten. Mit den Stilmitteln der Ironie und der Umkehrung, der Irritation und des Zufalls inszeniert er welthaltige Bilder als Projektionsfläche grenzenloser Weite und kosmischer Größe. Kreis, Kugel und Bogen sind in diesem Zusammenhang zentrale Metaphern seines Werkes. In seinem Neonobjekt "Licht-Raum-Zeit" begrenzen zwei Kreissegmente links und rechts eine vertikal verlaufende Lichtlinie. Der Bewegungsfluss der Rundung ist unterbrochen und in zwei verschobene Halbkreise geteilt. Durch die Raumverschiebung von der zweiten in eine imaginäre dritte Dimension baut sich beim Betrachten eine Gedankenspirale auf. Das Objekt macht das Phänomen der Bewegung, die nur wahrnehmbar und definierbar unter dem Aspekt Zeit und Raum ist, zu einem Motiv des Werdens und Wachsens. Norbert Kricke (1922-1984) In den frühen 50er Jahren ist Kricke einer der ersten Bildhauer, die es wagten, sich radikal von Volumen und Masse zu befreien und statt dessen die Plastik in ihre bewegt-dynamischen Qualitäten zu überführen. "Mich interessiert nur Raum und Bewegung", betont er. Die Linie als Richtungsanzeiger im Raum ist hierfür sein Gestaltungselement, in der Zeichnung wie auch Plastik. In seinem bedeutenden Frühwerk "Große Lütticher" von 1952 zeichnet ein weißes Stahlrohr, auf dem Boden auffliegend, sich dann lösend und in den Raum aufsteigend, eine kurvende Linie, ohne Anfang und Ende, zugleich spielerisch-leicht, dynamisch-bewegt, körperlos-frei. Im Umschreiten der Raumplastik eröffnen sich dem Betrachter Möglichkeiten neuer Erfahrungen von räumlicher Offenheit und Expansion. Und die in sich zurückkehrende Linie, die einen unendlichen Bewegungsfluss im Raum suggeriert, vermittelt ebenso auch Vorstellungen von Harmonie und Balance. Bilder und Texte unter: http://www.pressefenster.info/galerie_wahlandt |
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| Andreas Brandt (geb. 1935) o.T., 1979 Öl auf Leinwand, 115 x 190 cm 28.000 Euro |
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| Günter Fruhtrunk (1923-1982) VERT EXENTRIQUE, 1968 Acryl auf Leinwand, 190 x 180 cm 100.000 Euro |
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| Rupprecht Geiger (1908-2009) E 187, WV 115, 1952 Eitempera auf Holz, 83 x 100 cm 80.000 Euro |
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| Kuno Gonschior (1935-2010) Rote Punkte, 1970 Acryl und Leuchtfarbe auf Leinwand 185 x 185 cm, 85.000 Euro |
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