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EDITH WAHLANDT GALERIE Kontakt: Edith Wahlandt-Mettler ewm@edith-wahlandt-galerie.de |
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MALEREI - VIER POSITIONEN http://www.edith-wahlandt-galerie.de |
| Erschienen am: 25.06.2007 |
| Rückblick: Walter Giers / Schlüsselwerke / Installationen |
| Vom 11. Mai 2007 bis 23. Juni 2007 zeigte die galerie edith wahlandt Schlüsselwerke und Installationen von Walter Giers |
| Unter dem Titel Schlüsselwerke / Installationen zeigt die edith wahlandt galerie anlässlich des 70. Geburtstages des Medienkünstlers Walter Giers eine Auswahl seiner, mit Blick auf sein Gesamtwerk, zentralen Licht-Klang-Objekte und Installationen. Beginnend mit einem Werk aus dem Jahr 1969 schlägt die Ausstellung einen zeitlichen Bogen bis hin zu aktuellen Licht- und Soundinstallationen. Seit Anfang der 70er Jahre besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen Edith Wahlandt und Walter Giers, der zu den bedeutendsten Pionieren der „Electronic Art“ im In- und Ausland zählt. In Einzelausstellungen und Publikationen präsentierte die edith wahlandt galerie verschiedene Endwicklungsphasen seines künstlerischen Werkes. Giers ist in bedeutenden Sammlungen vertreten. Wichtige Schlüsselwerke befinden sich auch im ZKM in Karlsruhe. Exemplarisch für seine elektronischen Objekte der 60er Jahre steht in der Ausstellung der „Multivibrator“ (1969). Dass Giers Interesse dem Zusammenspiel optischer und akustischer Prozesse gilt, wird in diesem die Technik offen legenden, klar strukturierten Objekt anschaulich nachvollziehbar, wenn der Betrachter dessen Schalter betätigt und es aktiviert. Giers spricht in diesem Zusammenhang von „spielerischen Kommunikationsinstrumenten“. Objekte mit Zufallsgeneratoren entstehen seit den 70er Jahren. Es sind autonome, sich nach den Regeln des Zufalls generierende Schöpfungen, über die Giers schreibt: „Ich entwickle Systeme, die mittels Zufallsgeneratoren unvorhersehbare Licht-, Farb- und Tonfolgen variieren. Die taktile Kommunikation mit dem Rezipienten wird nicht mehr eingeplant“. Stattdessen untersucht er verschiedene Möglichkeiten, die optische und akustische Wahrnehmung des Betrachters zu steuern und somit dessen Gefühlswelt mittels Elektronik, Farbe, Licht und Techniken wie Infraschall, Ultraschall (z.B. das in der Ausstellung zu sehende Werk „Lautlose Musik II" von 1979) und Alphawellen direkt zu beeinflussen und ihn in eine bestimmte Befindlichkeit zu versetzen. Zu dem Themenkomplex „Natur-Sprache-Symmetrie“ im folgenden Jahrzehnt kommt in den 90er Jahren „Religion-Kultur-Kunst“ hinzu. Zu erwähnen ist die komplexe Bild-Ton-Objektgruppe „Vier Elemente“ (1997), die ebenfalls in der Ausstellung gezeigt wird. Mitte der 70er Jahre wendet sich Giers weiteren Arbeitsfeldern zu: elektronischen Konzerten, Installationen und Aktionen. Er erhält einen Kompositionsauftrag von Radio Bremen („Zeitmaschine“, PRO MUSICA NOVA 1978), komponiert 1980 „Homo Lusus“ für den Süddeutschen Rundfunk, tritt mit Wolfgang Dauner auf (Lichter und Töne im Dialog), gestaltet Großinstallationen, führt Stadtbeschallungen, Laser- und Klangperformances aus. Am 10. Mai, um 19.00 Uhr wird im Museum Schwäbisch Gmünd in der Galerie im Prediger ebenfalls eine Ausstellung von Walter Giers mit dem Titel Schlüsselwerke / Sammlerstücke, Walter Giers zum 70. Geburtstag“ eröffnet. Es erscheint eine Publikation: Walter Giers - Schlüsselwerke/Sammlerstücke, Größe: 27 x 21 cm /Hardcover,schwarz-weiss, Umfang: 48 Seiten/24 Farbabbildungen/3 Schwarz-Weiss-Abb., Texte: ua. von Eugen Gomringer, Ludger Hünnekens, Kurt Weidemann, Renate Wiehager, Auflage: 700 Exemplare, Preis: 20 €, Herausgeber: Edith Wahlandt-Mettler, edith wahlandt galerie, Stuttgart und Gabriele Holthuis, Museum und Galerie im Prediger, Schwäbisch Gmünd, 2007, ISBN: 978-3-936988-10-9 Bilder und Texte: http://www.pressefenster.info/galerie_wahlandt Bildbeschreibungen Vier Elemente (vier-teilig), 1997, Acrylglas, Elektronik, verschiedene Materialien, je 120 x 120 x 6 cm, zus. 75.000 € Die Objekt-Gruppe „Vier Elemente“ aus dem Jahr 1997 transformiert ein traditionsreiches Motiv der Kunstgeschichte in symbolstarke optisch-akustische Bilder zeitgenössischer Natur-Kultur-Reflexionen. Im Objekt „Erde“ zeichnet die elektronische Schaltung ein Liniengespinst in die Sandschicht, kleine Lichter blitzen auf, nur das Geräusch eines Geigerzählers stört das ästhetische Erleben des Zusammenspiels von Technik und Naturmaterial. Auf das Element Wasser verweist ein tiefblaues Band im Übergang von einer hellen in eine dunkle Flächenzone, auf der verteertes Öl abgelagert ist. In diese kühle Stille der Tiefsee dringen von einer ovalen Blasenform ausgesandte Walgesänge, unterbrochen durch ortende Echolot-Töne. „Luft“ wird als aufgeschlagenes Buch mit umgeschlagener Ecke, Wolkenmuster und Fenstermotiv, aus dem Windgeräusche und Lichtblitze vom Elektrosmog nach außen dringen, bildlich in Szene gesetzt. Und das Element Feuer wird versinnbildlicht durch gestapelte angebrannte Bücher, aus deren Innerem die Stimme von Hans Arp zu hören ist, der Dada-Texte liest. Diese optisch und akustisch komplexe Objektgruppe lässt den Betrachter den Widerspruch zwischen visueller Durchschaubarkeit, Harmonie wie auch inszenierter Natur-Schönheit einerseits und den diese Wahrnehmung störenden Hörerlebnissen zivilisatorischen Ursprungs andererseits empfinden. Solche Irritationsmomente führen zu Denkanstößen. Freunde (Barcelona), 1994, Acrylglas, dunkelgrau/Elektronik/Holz, 120 x 120 x 5 cm, 20.000 € Zu hören ist in diesem Klang-Bild-Objekt der Lärmpegel der Stadt, Klangfolgen vom Flügel (Dauner) und Synthesizer, Gesprächsfragmente und Regengeräusche als authentischer Hintergrund einer Ton-Licht-Laser-Performance, die Giers anlässlich der Ausstellungeröffnung der Sammlung des ZKM Karlsruhe 1992 in Barcelona an der Fassade des Miro-Museums und am nächtlichen Himmel über Barcelona inszeniert hat. Die blaue, virtuelle Licht-Welle, ein Hauptelement dieser Performance, strahlt in seinem Objekt Freunde (Barcelona) bilddominierend auf, begleitet von zahlreichen "Lichtblitzen". Romantische Gefühle werden suggeriert und sogleich konterkariert durch konservierte Geräusche menschlicher Aktivitäten im Alltag und im Rahmen kulturschaffender Prozesse. Walter Giers Biographische Daten Am 10. Mai 1937 geboren in Mannweiler/Pfalz, lebt bis 1945 in Prag, bis 1959 in Kevelaer/Niederrhein, ab 1955 Jazzmusiker, bis 1963 Werkkunstschule Schwäbisch Gmünd, Industriedesign, ab 1969 elektronische Objekte, 1992/1993 lehrt an der Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe, lebt und arbeitet in Schwäbisch Gmünd Ausführliche Informationen über Ausstellungen, Installationen, Aktionen und Konzepte unter http://www.walter-giers.de |
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| Andreas Brandt (geb. 1935) o.T., 1979 Öl auf Leinwand, 115 x 190 cm 28.000 Euro |
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| Günter Fruhtrunk (1923-1982) VERT EXENTRIQUE, 1968 Acryl auf Leinwand, 190 x 180 cm 100.000 Euro |
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| Rupprecht Geiger (1908-2009) E 187, WV 115, 1952 Eitempera auf Holz, 83 x 100 cm 80.000 Euro |
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| Kuno Gonschior (1935-2010) Rote Punkte, 1970 Acryl und Leuchtfarbe auf Leinwand 185 x 185 cm, 85.000 Euro |
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