Stuttgart, den 22.02.2012
Willkommen im Pressefenster von edith wahlandt galerie

 
 EDITH WAHLANDT GALERIE


   Kontakt: Edith Wahlandt-Mettler
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  MALEREI - VIER POSITIONEN 
  

http://www.edith-wahlandt-galerie.de  
 
Erschienen am: 14.12.2006
 
Rückblick: One Man Show Norbert Kricke (1922-1984) Raumplastiken und Zeichnungen aus den Jahren 1953-1984
 
ART COLOGNE 2006 40th INTERNATIONAL FAIR FOR MODERN AND CONTEMPORARY ART 1.– 5. November 2006 Kölnmesse Halle 5.2 (Obergeschoss), Stand H 60/J 61, Standtelefon 0221-2848001
 
In diesem Jahr konzentriert die edith wahlandt galerie ihre Messepräsentation auf das Werk von Norbert Kricke, dessen künstlerisches Oeuvre auch im internationalen Vergleich als herausragend zu bewerten ist. Schon 1983 zeigte die edith wahlandt galerie auf dem Internationalen Kunstmarkt in Köln eine viel beachtete Einzelausstellung von Kricke.

Nach seinem frühen Tod im Jahr 1984 folgten in Kooperation mit dem Nachlass drei Galerieausstellungen, zu denen repräsentative Kataloge erschienen sind. Diese enge Zusammenarbeit setzt Edith Wahlandt-Mettler auf der diesjährigen ART COLOGNE fort.
Gezeigt werden Raumplastiken aus den wichtigsten Werkgruppen der 50er bis 80er Jahre sowie ausgewählte Zeichnungen aus allen Schaffensphasen.

Zudem finden Sie auf dem Messestand in einem Kabinett: Bilder, Objekte und Arbeiten auf Papier von Bob Bonies, Andreas Brandt, Günter Fruhtrunk, Rupprecht Geiger, Raimund Girke, Gerhard von Graevenitz, Gotthard Graubner, Klaus Heider, Katharina Hinsberg, Christian Megert, Beate Terfloth, Günther Uecker und Not Vital.



Norbert Kricke (1922-1984), Bildbeschreibungen


Bild_02. Raumplastik, 1955, Stahl, vernickelt, 2 mm Durchmesser, 27 x 61 x 17,5 cm, EUR 52.000

Schon 1954 beschreibt Kricke die grundlegende Idee seiner Arbeit: „Mein Problem ist nicht Masse, ist nicht Figur, sondern es ist der Raum und es ist die Bewegung.“ Kricke setzt Stahldraht als plastisches Äquivalent zur gezeichneten Linie ein, die er als Richtungsanzeiger in den Raum versteht. Vernickelter Stahldraht startet in der Raumplastik von 1955 als gebündelter Linienstrahl in einem weichen, kurvenden Bewegungsfluss seine Expansion in den offenen, unbegrenzten Raum. Nur ein Teil des Strahlenbündels vollführt noch den letzten Richtungswechsel vor der befreienden Auflösung und neuen Lesbarkeit als in den Raum gezeichnetes Liniengefüge, welches die Skulptur in Balance hält.

Bild_01. Große Raumplastik F III, 1980, Edelstahl, Durchmesser 10,6 cm, 956 x 766,5 x 505,5 cm, EUR 200.000

Krickes späte, auf eine einzige Linie reduzierte Raumplastik aus Edelstahl endet als signalhaft positionierte Vertikale im Raum. Dieses auf eine einzige Linie reduzierte Bewegungs-element findet sich schon in frühen Skulpturen Anfang der 50er Jahre. Indem in der „Großen Raumplastik FIII“ von 1980 der Linienverlauf in mehrfachen rechtwinkligen Brechungen am Boden beginnt, dann die „Erdenschwere“ zu überwinden scheint und dynamisch emporwächst, wird Krickes Credo, dass „in der Plastik Raum immer Freiheit heißt“ anschaulich nachvollzieh-bar. Und er fährt fort: „So frei, so selbstverständlich wie hier ist der Mensch gegenüber den Göttern und der Welt nie dargestellt worden“. Krickes Raumplastiken suchen in allen Werkphasen Bewegung und Raum als Einheit in der Zeit erfahrbar zu machen.

Bild_03. Zeichnung 54/010, 1954, Kohle und rote Kreide, 43 x 61 cm, EUR 7.700

Die mit Kohle und roter Kreide auf weißem Papier frei gezogenen, gekrümmten Linien setzen Bewegungsenergien frei, welche die wenigen Linien fast über den Bildrand hinaus-schießen lassen. Sie ertasten, nachdem sie sich im Mittelfeld des Blattes durchkreuzt haben, wie Tentakeln alle Richtungen des Flächenraumes. Es sind Spuren einer entschlossenen und kontrollierten zeichnenden Hand, die im Vor und Zurück der einzelnen Linien Räumlichkeit andeutet. Ein Liniengebilde wächst zusammen, das Leichtigkeit und Schweben zum Thema hat und an Krickes Raumplastiken denken lässt. Hinzu kommt die Erfahrung von Zeit, die die Bewegungsabläufe erst strukturiert.



Norbert Kricke - biografische Daten

1922 geboren in Düsseldorf, aufgewachsen in Berlin,

1946 Meisterschüler von Richard Scheibe an der Akademie der Künste in Berlin

1947 Übersiedlung nach Düsseldorf, seither eigenes Atelier, als freischaffender Bildhauer tätig

1949 im Winter erste Raumplastiken

1955 Entwicklung von Wasserformen

1956 Niederschrift des Exposés „Forms of Water“

1958 Preis der Graham Foundation for Advanced Studies in the Fine Arts, Chicago

1959 Zusammenarbeit mit Walter Gropius, Teilnahme an der documenta II in Kassel

1963 Großer Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für Bildhauerei

1964 Berufung als Professor für Bildhauerei an die Staatliche Kunstakademie, Düsseldorf, Teilnahme an der XXXII. Biennale in Venedig und der documenta III in Kassel

1971 Wilhelm-Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg

1972-81 Direktor der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf

1984 verstorben in Düsseldorf

Noch bis 7.1.2007 - NORBERT KRICKE PLASTIKEN UND ZEICHNUNGEN EINE RETROSPEKTIVE im museum kunst palast in Düsseldorf. Eine umfangreiche Publikation liegt vor


  Pressemappe Norbert Kricke

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Norbert Kricke mit Werner Spies, Stuttgart 1984 Foto: Jörg Steinmann
Bild_02. Raumplastik, 1955
Stahl, vernickelt
2 mm Durchmesser, 27 x 61 x 17,5 cm
EUR 52.000
Bild_01. Große Raumplastik F III, 1980
Edelstahl
Durchmesser 10,6 cm, 956 x 766,5 x 505,5 cm
EUR 200.000
Bild_03. Zeichnung 54/010, 1954
Kohle und rote Kreide
43 x 61 cm
EUR 7.700
 
  Andreas Brandt (geb. 1935)
o.T., 1979
Öl auf Leinwand, 115 x 190 cm
28.000 Euro
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  Günter Fruhtrunk (1923-1982)
VERT EXENTRIQUE, 1968
Acryl auf Leinwand, 190 x 180 cm
100.000 Euro
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  Rupprecht Geiger (1908-2009)
E 187, WV 115, 1952
Eitempera auf Holz, 83 x 100 cm
80.000 Euro
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  Kuno Gonschior (1935-2010)
Rote Punkte, 1970
Acryl und Leuchtfarbe auf Leinwand
185 x 185 cm, 85.000 Euro
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