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EDITH WAHLANDT GALERIE Kontakt: Edith Wahlandt-Mettler ewm@edith-wahlandt-galerie.de |
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MALEREI - VIER POSITIONEN http://www.edith-wahlandt-galerie.de |
| Erschienen am: 25.10.2005 |
| Rückblick: ein raum für max bill |
| Vom 10. September 2005 bis 22. Oktober 2005 zeigte die edith wahlandt galerie Werke von Max Bill |
| „ein raum für max bill“, unter diesem Titel würdigt Edith Wahlandt vom 10. September bis 22. Oktober in einer kleinen, aber erlesenen Präsentation einen der bedeutendsten Vertreter der konkreten Kunst. Erinnert sei an die Einzelausstellung Max Bills anlässlich der Eröffnung der neuen Galerie 1985 in Stuttgart. Max Bill (1908-1994) gründete 1937 in Zürich zusammen mit Leo Peter Leuppi die Künstlergruppe „allianz“, aus der sich die „zürcher konkreten“ formierten. Wegweisend für die Verbreitung und Anerkennung der konkreten Kunst war auch die 1944 von Bill organisierte erste internationale Ausstellung „konkrete kunst“ in der Kunsthalle Basel sowie die Gründung der Zeitschrift „abstrakt/konkret“. Im „raum für max bill“ treffen sich Plastik und Malerei, die in seinem Werk gleichwertig nebeneinander stehen, zum spannungsvollen Dialog. „in der plastik sind es probleme des räumlichen ausdrucks, in der malerei ist es die beziehung von farben und rhythmen auf die fläche, in beiden fällen versuche ich elementare gesetzmäßigkeiten in einem geschlossenen werk zu vereinen“, so Max Bill. Zur Malerei: Die Bildlogik in seiner vierteiligen Arbeit „rotierende vier-farbige doppelkerne“, je 120 x 60 cm, von 1972 zu ergründen, setzt Konzentration auf die Ordnung der Komplementärfarben voraus. Für die Flächengestaltung grundlegend sind gleichgroße rechtwinklige Dreiecke in Gelb, Rot, Blau und Grün. Die Dreiecke drehen sich, von Bild zu Bild fortschreitend, im Uhrzeigersinn um zwei Achsen, welche an den Spitzen des mittig positionierten Quadrats liegen. Dadurch formiert sich in jedem weiteren Bild ein andersfarbiges Quadrat. Das letzte Bild der vierteiligen Serie verweist sogleich auf den Anfang. Es geht um den Gedanken der Variabilität eines Motivs durch veränderte Farbgebung unter Beibehaltung der Mengengleichheit der Farben und bei unveränderter Grundgestalt. Trotz strenger mathematischer Ordnung und rationaler Systematik ermöglichen seine Bilder dem Betrachter im Moment der Bewegung und Verwandlung der geometrischen Formen elementare Erfahrungen von Schönheit, Harmonie und Freiheit. Zur Plastik: Einflächenplastiken, Säulenplastiken und Kugelplastiken bilden die Hauptthemen seines bildhauerischen Werkes. Kugelplastiken entstehen verstärkt ab 1960. In seiner Plastik „halbe kugel um zwei achsen“ von 1965/85 trennt Bill durch einen vertikal und einen horizontal verlaufenden Schnitt jeweils ein Viertel aus der schwarzen Granitkugel. Die vollendet harmonische, in sich geschlossene geometrische Form bricht auf und nimmt eine vollständig andere, bisher nicht gekannte Gestalt an. Neue Raumerfahrungen werden durch die Wahrnehmung der gestalteten realen Form und der gleichzeitig gedachten Ergänzung zur elementaren Kugelform möglich. In diesem Sinne bezeichnet Bill das Kunstwerk als „einen gegenstand des geistigen gebrauchs“. Zwei Filme von Ernst Scheidegger, einem Weggefährten und Freund Max Bills, werden gezeigt: „Max Bill, Maler, Plastiker, Architekt, Erzieher, Politiker“ und „Kontinuität. Granitmonolith von Max Bill“, beide aus den Jahr 1998. Im Film „Kontinuität“ verfolgt Scheidegger den Entstehungsweg der Plastik von ihrer Konzeption bis zur Aufstellung vor der Deutschen Bank AG in Frankfurt/Main (H.L.). biographische Daten: 1908 geboren am 22. Dezember in Winterthur 1927-28 Studium am Bauhaus, Dessau 1929 Übersiedlung nach Zürich 1937 Beitritt zur "allianz", Vereinigung moderner Schweizer Künstler 1951 Grand Prix für Plastik der Biennale in Sao Paulo 1951-56 Mitbegründer und Erbauer der Hochschule für Gestaltung in Ulm, ab 1952 Rektor und Leiter der Abteilung Architektur und Produktform 1967-74 Professur an der Staaatlichen Hochschule für bildende Künste, Hamburg 1968 Kunstpreis der Stadt Zürich 1979 Kulturpreis der Stadt Winterthur, Grosses Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland Dr.Ing.h.c. der Universität Stuttgart 1982 Kaiserring der Stadt Goslar 1985 Vorsitzender des "bauhaus archiv e.v., berlin" 1989 Piepenbrock-Preis für Plastik, Osnabrück 1993 Praemium Imperiale, Japan 1994 Dr.sc.tech.h.c. der Eidgenössischen Technischen Hochschule, Zürich gestorben am 9. Dezember in Berlin Einzelausstellungen und Beteiligungen an Ausstellungen in Museen und Privatgalerien in der ganzen Welt. Werke von Bill sind vertreten in bedeutenden nationalen und internationalen öffentlichen und privaten Sammlungen. Alle Abbildungen © VG Bild-Kunst, Bonn 2005 |
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| Andreas Brandt (geb. 1935) o.T., 1979 Öl auf Leinwand, 115 x 190 cm 28.000 Euro |
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| Günter Fruhtrunk (1923-1982) VERT EXENTRIQUE, 1968 Acryl auf Leinwand, 190 x 180 cm 100.000 Euro |
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| Rupprecht Geiger (1908-2009) E 187, WV 115, 1952 Eitempera auf Holz, 83 x 100 cm 80.000 Euro |
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| Kuno Gonschior (1935-2010) Rote Punkte, 1970 Acryl und Leuchtfarbe auf Leinwand 185 x 185 cm, 85.000 Euro |
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